Das im Oktober 1913 eröffnete Museum für Ostasiatische Kunst feiert mit der Ausstellung „Von Istanbul bis Yokohama“ vom 17. Mai bis 7. September 2014 sein 100-jähriges Bestehen. Die Fotoschau macht deutlich, wie das Auge der europäischen Kamera im 19. Jahrhundert die arabisch-islamische Welt, aber auch die Länder des Fernen Ostens eroberte.
350 seltene historische Fotografien von europäischen und einheimischen Fotografen lassen die Reiserouten der Globetrotter nach Asien lebendig werden. Nach der Öffnung des Suez-Kanals 1869 etablierten sich in den großen Hafenstädten kommerzielle Fotostudios. Sie deckten den Bedarf der Touristen und Globetrotter nach Reisefotografien, die ihre Erinnerungen an Sehenswürdigkeiten und Menschen fremder Länder und Kulturen festhielten. Ausgehend von London oder Southampton führten die populärsten Dampferrouten von Istanbul am Bosporus über Alexandria, Port Said, Aden, Bombay, Colombo, Madras, Kalkutta, Singapur und Hongkong bis nach Yokohama.
Das Museum für Ostasiatische Kunst präsentiert mit dieser Ausstellung erstmalig eine erlesene Auswahl seiner Sammlung historischer Fotografien. Die Museumsgründer Adolf und Frieda Fischer haben die Kollektion auf ihren Ankaufsreisen nach Ostasien zusammengetragen. Die malerische Schönheit der Fotografien bezeugt das hohe künstlerische Niveau der frühen Fotopioniere, sie macht aber auch den unwiederbringlichen Verlust alter, gewachsener Kulturen deutlich.
Zusätzlich präsentiert das Museum im Kontext der Fotoausstellung die Collage „Paper and Memory 2012“ des iranischen Künstlers Alireza Darvish.
Die Eröffnung des Museums für Ostasiatische Kunst (MOK) in Köln am 25. Oktober 1913 war ein Zeichen des Aufbruchs, mit dem sich die Rheinmetropole zum Zeitgeist der Moderne bekannte. Die Botschaft der Museumsgründer lautete: Die Kunst Ostasiens ist der europäischen Kunst ebenbürtig, mehr noch, es gibt so etwas wie „Weltkunst“, die sich an ein und denselben Maßstäben messen lässt. Der Ausbruch des Ersten Weltkriegs brachte diesen modernen, weltoffenen Impuls zum Erliegen.
Zur Ausstellung erscheint ein reich bebilderter Katalog in deutscher und englischer Sprache.
Öffnungszeiten
Dienstag bis Sonntag 11–17 Uhr
1. Donnerstag im Monat
11-22 Uhr (ausgenommen Feiertage); an allen Feiertagen geöffnet
am 24., 25., 31.12 und 1.1. sowie am Tag des Köln-Marathon geschlossen.
Karfreitag, Ostersonntag und -montag sowie an Christi Himmelfahrt, Pfingstmontag, und Fronleichnam geöffnet.
Eintrittspreise
€ 9,50 / € 5,50
KölnTag jeden ersten Donnerstag im Monat (Feiertage ausgenommen): freier Eintritt für alle Kölnerinnen und Kölner (mit Nachweis)
Anfahrt
Öffentliche Verkehrsmittel: Straßenbahn Linien 1 und 7 sowie Bus Linie 142 bis Haltestelle „Universitätsstraße“
Parkplatz am Museum mehr
Barrierefreiheit
Das Museum ist Barrierefrei. Behindertentoilette vorhanden.
mehr
Termine
Führung:
Von Feuer- und Himmelspferden
Fr, 15.05.2026, 15:00 Uhr
Workshop:
Internationaler Museumstag Vom Kokon zum edlen Seidenkimono – Workshop für Menschen mit Sehbehinderung und interessierte Sehende
So, 17.05.2026, 10:30 Uhr
Führung:
Internationaler Museumstag Rituale und religiöse Bilder im Buddhismus Ostasiens
So, 17.05.2026, 11:00 Uhr
Führung:
Internationaler Museumstag Auf den Spuren der Museumsgründer
So, 17.05.2026, 12:00 Uhr
Event:
Internationaler Museumstag Ein Pferd kommt selten allein
So, 17.05.2026, 12:30 Uhr
Kalender
Museum für
Ostasiatische Kunst Köln
Universitätsstraße 100
50674 Köln
Kasse 0221.221-28617
mok@stadt-koeln.de
Impressum / Datenschutz





























