Der Donnergott, Tanaka Bunya (1844–1925), Holz mit teilweiser farblicher Fassung und Kristallaugen, Musuem für Ostasiatische Kunst Köln, © Foto: Malinka

Ausstellung | Archiv

Mitleid und Meditation

Der Buddhismus des „Grossen Fahrzeugs“ in Ostasien

17. Mai 2014 bis 1. Februar 2015

Nach über einjähriger Schließung präsentiert das Museum für Ostasiatische Kunst einige der besten und kostbarsten Objekte aus seiner Sammlung buddhistischer Kunst.

Die Ausstellung will die beiden Konzepte des Mitleids und der Meditation in den Lehren des „Großen Fahrzeugs“ (S. Mahayana) vorstellen. Darin spielen die Bodhisattvas als erleuchtete, aber den Menschen zugewandte Wesen eine zentrale Rolle, außerdem die Meditation, die durch die Zen-Schulen (C. Chan, J. Zen) Verbreitung fand.

Zu beiden Konzepten haben sich zahlreiche bildliche Darstellungen erhalten. Dies bezeugen nicht nur die Skulpturen und Malereien des für seine Barmherzigkeit und Liebe zu den Menschen gerühmten Bodhisattva Guanyin, oder des als Wandermönch dargestellten, Hilfe-spendenden Bodhisattva Jizo. Auch die realistischen Abbilder der Buddha-Jünger (C. Luohan, K. Rakan, S. Arhat) und Mönche, oder die im Kontext des Zen entstandenen Bildmotive und Inschriften verdeutlichen diese Ideen.

Eine Ausstellung aus eigenen Beständen des Museums.

Ausstellungsansichten

Ein Großteil der buddhistischen Sammlung des Museums für Ostasiatische Kunst wurde bereits von dem Gründer des Hauses, Adolf Fischer, angekauft. Dieser forderte dem Konzept einer „Welt-Kunstgeschichte“ entsprechend, dass die buddhistische Kunst gleichwertig und ebenbürtig neben der christlichen Kunst gesehen werden müsse. Zum damaligen Zeitpunkt war diese Einstellung revolutionär. Offenbar gelang es Fischer, mit seinem Argument den Rat der Stadt Köln zu überzeugen, denn 1913 eröffnete das Museum für Ostasiatische Kunst in unmittelbarer Nachbarschaft zu dem Museum für Kunst und Gewerbe sowie zum Schnütgen Museum am Hansaring. Auch heute ist die Gleichwertigkeit christlicher und buddhistischer Kunst keine Selbstverständlichkeit. Obwohl das Museum Schnütgen sich nicht in unmittelbarer Nachbarschaft zu dem Museum für Ostasiatische Kunst befindet, will diese Ausstellung zu einem Kulturvergleich anregen.

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Öffnungszeiten

Dienstag bis Sonntag
11–17 Uhr
1. Donnerstag im Monat
11-22 Uhr (ausgenommen Feiertage)
am 1.1., 24., 25. und 31.12 eines jeden Jahres geschlossen
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Eintrittspreise

€ 6 / ermäßigt € 3,50

Wegen Aufbau der Ausstellung "Handelsgut Global" bis 21. Oktober € 3,50/ ermäßigt € 2

KölnTag jeden ersten Donnerstag im Monat: freier Eintritt für alle Kölnerinnen und Kölner (mit Nachweis) in die Ständige Sammlung
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Anfahrt

Öffentliche Verkehrsmittel: Straßenbahn Linien 1 und 7 sowie Bus Linie 142 bis Haltestelle „Universitätsstraße“
Parkplatz am Museum
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Barrierefreiheit

Das Museum ist Barrierefrei. Behindertentoilette vorhanden.
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Museum für
Ostasiatische Kunst Köln
Universitätsstraße 100
50674 Köln
Kasse 0221.221-28617
mok@museenkoeln.de
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