Was wäre ein Leben ohne Leidenschaften? In der Kunst Ostasiens spielen die menschlichen Passionen eine wichtige Rolle. Von der Liebe zu den Künsten, der Sehnsucht nach Freiheit und einem Leben in der Natur, von der Freude am erotischen Spiel bis hin zur Überwindung der Leidenschaften durch den Buddhismus, kein Aspekt fehlt.
Monumentale Traumlandschaften mit gewaltigen Bergen, die sich im Dunst verlieren und kleinen Hütten, in denen Einsiedler im Einklang mit der Natur leben, drücken die Sehnsucht nach Freiheit und Unsterblichkeit aus. Der Daoismus sah die Welt als ein von kosmischen Energien (qi) durchflutetes Universum. Der Mensch war Teil dieses Universums und bezog seine Lebensenergie (qi) aus dieser kosmischen Quelle.
Von konfuzianischer Moral und Tugendliebe erzählen Ahnenportraits sowie Darstellungen loyaler Beamter und vorbildlicher Gelehrter. Die Genremalerei thematisiert zudem Frauen, die wegen ihrer Aufopferung für die Schwiegereltern und ihrer Unterordnung unter den Mann tragische Berühmtheit erlangten. Im Konfuzianismus war es die moralische Pflicht der Söhne, die Ahnengeister in Ritualen zu ehren, den eigenen Namen ruhmreich in den Geschichtsbüchern zu hinterlassen und den Fortbestand der Familie durch zahlreiche Kinder zu sichern.
Körperliche Leidenschaft und Liebesspiel, Eifersucht und Voyeurismus sind Themen erotischer Alben, in denen auch gleichgeschlechtliche Liebe dargestellt wird. Besonders die japanischen Farbholzschnitte führen in die Welt der Vergnügungsviertel ein. Gleichzeitig bestechen sie durch ihre Sinnlichkeit und ihr delikates technisches Raffinement.
Gesellschaftsspiele und gesellschaftliche Vergnügungen sind in der Kultur Chinas und Japans tief verankerte Leidenschaften. Dazu zählen die Liebe zu Wein und Trunkenheit, aber auch die Liebe zum Tee und zur Nüchternheit. Neben Darstellungen von Spielen, gemeinschaftlichen Ausflügen und Pilgerfahrten zeigt die Ausstellung auch Picknickutensilien sowie Wein- und Teeschalen.
Im Buddhismus spielen Emotionen wie Hass, Neid, Liebe und Mitleid eine wichtige Rolle. Diese werden als Eigenschaften den Gottheiten zugeschrieben. Die Skulpturen drücken die Emotionen in ihren Haltungen und Gesichtszügen aus. Mit ihrer Hilfe und durch meditative Praktiken können Menschen die Leidenschaften überwinden und zur Erlösung gelangen.
Die Schau präsentiert den Reichtum der Sammlungen des Museums und wird durch exquisite Leihgaben erotischer Kunst ergänzt.
Unterstützt von
Fördererkreis des Museums für Ostasiatische Kunst Köln
Orientstiftung zur Förderung der Ostasiatischen Kunst
Öffnungszeiten
Dienstag bis Sonntag 11–17 Uhr
1. Donnerstag im Monat
11-22 Uhr (ausgenommen Feiertage); an allen Feiertagen geöffnet
am 24., 25., 31.12 und 1.1. sowie am Tag des Köln-Marathon geschlossen.
Karfreitag, Ostersonntag und -montag sowie an Christi Himmelfahrt, Pfingstmontag, und Fronleichnam geöffnet.
Eintrittspreise
€ 9,50 / € 5,50
KölnTag jeden ersten Donnerstag im Monat (Feiertage ausgenommen): freier Eintritt für alle Kölnerinnen und Kölner (mit Nachweis)
Anfahrt
Öffentliche Verkehrsmittel: Straßenbahn Linien 1 und 7 sowie Bus Linie 142 bis Haltestelle „Universitätsstraße“
Parkplatz am Museum mehr
Barrierefreiheit
Das Museum ist Barrierefrei. Behindertentoilette vorhanden.
mehr
Termine
Führung:
Von Feuer- und Himmelspferden
Fr, 15.05.2026, 15:00 Uhr
Workshop:
Internationaler Museumstag Vom Kokon zum edlen Seidenkimono – Workshop für Menschen mit Sehbehinderung und interessierte Sehende
So, 17.05.2026, 10:30 Uhr
Führung:
Internationaler Museumstag Rituale und religiöse Bilder im Buddhismus Ostasiens
So, 17.05.2026, 11:00 Uhr
Führung:
Internationaler Museumstag Auf den Spuren der Museumsgründer
So, 17.05.2026, 12:00 Uhr
Event:
Internationaler Museumstag Ein Pferd kommt selten allein
So, 17.05.2026, 12:30 Uhr
Kalender
Museum für
Ostasiatische Kunst Köln
Universitätsstraße 100
50674 Köln
Kasse 0221.221-28617
mok@stadt-koeln.de
Impressum / Datenschutz

















