Alfred Salmony (1890–1958) prägte als erster stellvertretender Direktor maßgeblich die Sammlungsgeschichte des 1913 eröffneten Museums für Ostasiatische Kunst. Er war ein passionierter Kunstwissenschaftler mit engen Kontakten zu Künstlerkreisen im Rheinland und zu globalen Händlernetzwerken. Getragen von seiner Begeisterung für die Idee von der Gleichheit aller Künste kuratierte er wegweisende Ausstellungen, wie die Vergleichswerteausstellung von 1921/22. Unter der Leitung von Frieda Fischer-Wieruszowski, einer derersten Museumsdirektorinnen Deutschlands, lautete das gemeinsame Motto „Kunst ist das Programm!“.
Die gleichnamige Ausstellung zeigt eine Auswahl von rund 100 Exponaten, die auf die Ankaufsinitiative Salmonys zurückgehen. Darunter sind edelsteinartige Jaden und kostbare frühchinesische Preziosen, wie Anhänger und Gürtelspangen, Haarnadeln und Bronzespiegel. Präsentiert werden auch chinesische buddhistische Steinskulpturen, die Salmony in der ersten Publikation des Hauses 1922 veröffentlichte, sowie eine Rekonstruktion der Vergleichswerteausstellung, in der Kunstwerke aus verschiedenen Kölner Museen einander gegenübergestellt waren.
Salmony floh 1933 vor dem NS-Regime nach Amerika und unterrichtete bis kurz vor seinem Tod am renommierten Institute of Fine Arts in New York. In Deutschland fast vergessen, zählt Salmony in den Vereinigten Staaten zu den bekannten Wissenschaftlern der Ostasiatischen Kunstgeschichte. Begleitend zur Ausstellung erscheint die erste Monografie zu Alfred Salmony, in der die Sammlungsgeschichte des Museums für Ostasiatische Kunst während seiner Kölner Jahre aufgezeigt wird.
Mit freundlicher Unterstützung
Orientstiftung zur Förderung der Ostasiatischen Kunst
Fördererkreis des Museums für Ostasiatische Kunst Köln
Fotos:
© Rheinisches Bildarchiv Köln, Marion Mennicken
Öffnungszeiten
Dienstag bis Sonntag 11–17 Uhr
1. Donnerstag im Monat
11-22 Uhr (ausgenommen Feiertage); an allen Feiertagen geöffnet
am 24., 25., 31.12 und 1.1. sowie am Tag des Köln-Marathon geschlossen.
Karfreitag, Ostersonntag und -montag sowie an Christi Himmelfahrt, Pfingstmontag, und Fronleichnam geöffnet.
Das Museum für Ostasiatische Kunst bleibt von Montag, 4. Mai 2026, bis einschließlich Mittwoch, 6. Mai 2026, ganztägig geschlossen. Anlass ist eine planmäßige Erneuerung der Niederspannungshauptverteilung (NSHV), damit ein reibungsloser und sicherer Museumsbetrieb weiter gewährleistet werden kann. Ab Donnerstag, 7. Mai 2026, ist das Museum wieder zu den regulären Öffnungszeiten für Besucher*innen geöffnet.
Eintrittspreise
€ 9,50 / € 5,50
KölnTag jeden ersten Donnerstag im Monat (Feiertage ausgenommen): freier Eintritt für alle Kölnerinnen und Kölner (mit Nachweis)
Anfahrt
Öffentliche Verkehrsmittel: Straßenbahn Linien 1 und 7 sowie Bus Linie 142 bis Haltestelle „Universitätsstraße“
Parkplatz am Museum mehr
Barrierefreiheit
Das Museum ist Barrierefrei. Behindertentoilette vorhanden.
mehr
Termine
Workshop:
Bambus-Malwerkstatt
Sa, 18.04.2026, 14:00 Uhr
Workshop:
Experimentelle Tusche-Werkstatt Bokusho 1
So, 19.04.2026, 11:30 Uhr
Führung:
Buddhismus in Ostasien: Vorstellungen und Praktiken
So, 26.04.2026, 12:00 Uhr
Workshop:
Porzellan-Upcycling mit Malerei
So, 26.04.2026, 13:00 Uhr
Workshop:
Shōdo – Japanische Kalligrafie (Wochenendkurs)
Fr, 01.05.2026, 12:00 Uhr
Kalender
Museum für
Ostasiatische Kunst Köln
Universitätsstraße 100
50674 Köln
Kasse 0221.221-28617
mok@stadt-koeln.de
Impressum / Datenschutz








