Ausstellung

Handelsgut Global

Exportporzellan aus China und Japan

ab 22. Oktober 2020

Ostasiatisches Porzellan, das speziell für Konsumenten im Ausland gefertigt wurde, gehörte nicht zu den Sammelschwerpunkten der Museumsgründer Adolf Fischer (1856-1914) und seiner Frau Frieda Fischer-Wieruszowski (1874-1946). Bei ihren Erwerbungen orientierten sie sich am klassischen Geschmack der Chinesen und Japaner, weshalb sich anfangs noch kaum Exportporzellan in der Sammlung befand. Im Laufe der Jahrzehnte kamen durch Ankäufe, Schenkungen und Dauerleihgaben der Peter und Irene Ludwig Stiftung immer wieder Einzelstücke oder kleinere Konvolute hinzu. Mittlerweile verfügt das Museum über eine bescheidene, aber feine Auswahl an Exportporzellan, das in der Schau „Handelsgut Global“ erstmalig präsentiert wird.

Unter den Sammlern alter Schule, sowohl in Ostasien als auch im Westen, wurde Exportporzellan lange gering geschätzt, galt als kulturell unbedeutend, kommerzialisiert und repräsentierte somit den Geschmack von Laien. Diese Blickweise hat sich grundlegend geändert. Weltweit hat sich die Erkenntnis durchgesetzt, dass das Porzellan aus China tatsächlich ein einzigartiges Zeugnis der Anfänge des globalen Kultur- und Güteraustauschs darstellt.

Ausstellungen von Exportporzellan, locken hunderttausende Besucher in die chinesischen Museen. Auf Kunstauktionen kaufen plötzlich auch chinesische Museen und Sammler Objekte, die sie früher keines Blickes gewürdigt hätten. In Japan ist das Interesse an dem Thema ebenfalls gewachsen. Delegationen führender Keramikexperten kommen nach Europa, um in den alten fürstlichen Sammlungen japanisches Exportporzellan zu studieren, von dem sie selbst kaum etwas in den Museen besitzen. In seinem Ursprungsland Japan ist allenfalls Scherbenmaterial aus historischen Öfen und Schiffswracks erhalten.

Unterstützt von

Fördererkreis des Museums für Ostasiatische Kunst Köln

Orientstiftung zur Förderung der Ostasiatischen Kunst

 

Alle Abbildungen: Rheinisches Bildarchiv Köln, Marion Mennicken

Ausstellung

Faszinierende Entdeckungen aus dem Depot weiter

Ausstellung

100 Ansichten des Mondes weiter

Öffnungszeiten

Dienstag bis Sonntag
11–17 Uhr
1. Donnerstag im Monat
11-22 Uhr (ausgenommen Feiertage)
am 1.1., 24., 25. und 31.12 eines jeden Jahres geschlossen
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Eintrittspreise

€ 6 / ermäßigt € 3,50

Wegen Aufbau der Ausstellung "Handelsgut Global" bis 21. Oktober € 3,50/ ermäßigt € 2

KölnTag jeden ersten Donnerstag im Monat: freier Eintritt für alle Kölnerinnen und Kölner (mit Nachweis) in die Ständige Sammlung
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Anfahrt

Öffentliche Verkehrsmittel: Straßenbahn Linien 1 und 7 sowie Bus Linie 142 bis Haltestelle „Universitätsstraße“
Parkplatz am Museum
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Barrierefreiheit

Das Museum ist Barrierefrei. Behindertentoilette vorhanden.
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Museum für
Ostasiatische Kunst Köln
Universitätsstraße 100
50674 Köln
Kasse 0221.221-28617
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