„Wohlgeruch bergend, von einfacher Gestalt“, Wang Guxiang (1501-1568), Querrolle, Tusche auf Papier, 29,1 x 148,5 cm, Ming-Dynastie, zyklisch datiert 1561, Museum für Ostasiatische Kunst, © RBA
Auswahl von Waka-Gedichten aus der kaiserlichen Anthologie Shoku Kokin Wakashū, Kojima Sōshin (1580–1655), Querrolle, Tusche, Farben und Gold auf Papier, Edo-Periode, datiert 1649, Museum für Ostasiatische Kunst, © RBA
Der Donnergott. Tanaka Bunya (1844–1925), Holz mit teilweiser farblicher Fassung und Kristallaugen, , Museum für Ostasiatische Kunst, © Foto: Malinka
Vorratstopf mit Drachendekor, Porzellan mit Unterglasurblaubemalung, Joseon-Dynastie 18. Jh., Museum für Ostasiatische Kunst, ©NRICP
Blick in die Korea-Abteilung der Ständigen Sammlung des Museums, © Foto: Malinka

Sammlung

Ein Schatzhaus für die Kunst Chinas, Koreas und Japans

1913 wurde das Museum für Ostasiatische Kunst als erstes Spezialmuseum seiner Art in Europa eröffnet. Heute beherbergt es neben dem Museum für Asiatische Kunst in Berlin die bedeutendste Sammlung chinesischer, koreanischer und japanischer Kunst in Deutschland.

Die Museumsgründer Adolf Fischer (1856–1914) und seine Frau Frieda (1874–1945) verfolgten das Ziel, mit ihrer Sammlung, die sie als Grundstock in das Museum einbrachten, ein umfassendes Bild aller Gattungen und Epochen ostasiatischer Kunst zu vermitteln.

Stifter und Direktoren

Dank der Mittel, die der 1909 von A. v. Guilleaume ins Leben gerufene Förderverein aufbrachte, konnte Fischer bei weiteren Ankaufsreisen zahlreiche bedeutende Kunstwerke erwerben. Während und zwischen den beiden Weltkriegen kam die Sammeltätigkeit jedoch mehr oder weniger zum Erliegen. Sie wurde von den Direktoren nach dem Zweiten Weltkrieg wieder aufgenommen.

So nutzte Werner Speiser (1908–65) in seiner Amtszeit 1951 bis 1965 die Chance, Lücken in den Bereichen Malerei und japanische Holzschnittkunst zu schließen. Unter Roger Goepper (1925–2011), der das Museum von 1966 bis 1990 leitete, gelangten die Stiftung japanischer Malerei aus dem Nachlass Kurt Brasch (1907–74), die Stiftung chinesischer Sakralbronzen von Hans-Jürgen von Lochow (1902–89) sowie die Sammlung Hans Wilhelm Siegel (1903–97) in den Besitz des Museums. 1974 verkaufte Siegel der Stadt Köln seine Kollektion chinesischer Frühkeramik und Sakralbronzen. Die Hälfte des Erlöses brachte er in die „Orientstiftung zur Förderung der ostasiatischen Kunst" ein. Diese hat zahlreiche Ankäufe ermöglicht.

Adele Schlombs (Direktorin seit 1991) erwarb die Sammlung chinesischer und japanischer Kalligraphie von Heinz Götze (1912–2001). Die Dauerleihgaben der Peter und Irene Ludwig Stiftung, etwa das chinesische Glockenspiel des 8. Jhs. v. Chr., bereichern die Schausammlung seit 1995 in einzigartiger Weise. Dank der Unterstützung durch die Orientstiftung und den 1989 neu gegründeten Fördererkreis konnten zahlreiche Ankäufe verwirklicht werden. Oftmals beteiligten sich auch die Stadt Köln, die Stadtsparkasse Köln, die Kunststiftung NRW und die Kulturstiftung der Länder an deren Finanzierung.

Highlights

China | Zeremonialaxt

Zeremonialaxt vom Typ Yue, China, Shang-Dynastie (16.–11. Jahrhundert v. Chr.), 13. Jahrhundert v. Chr., Bronze, H 35 x B 37,8 cm, Museum für Ostasiatische Kunst Köln, © RBA

China | Gedicht und Antwort

Gedicht und Antwortgedicht, Mi Fu, China, Song-Dynastie (960–1279), undatiert, nach 1100, Querrolle, Tusche auf Papier, H 26 x B 102 cm, Museum für Ostasiatische Kunst Köln, © RBA

China | Bettelsänger mit Windhund

Bettelsänger mit Windhund, China, Yuan-Dynastie (1279–1368), 14. Jahrhundert, Hängerolle, Tusche und Farben auf Seide, H 76,5 x B 36 cm, Museum für Ostasiatische Kunst Köln, © RBA

China | Holzschnittalbum

Blatt 11: Chang trifft Yingying im nächtlichen Garten. Aus dem Holzschnittalbum: Das Westzimmer (Xixiangji), Min Qiji, Ming-Dynastie (1368–1644), zyklisch datiert 1640, Album, 21 Holzschnitte in Sechsfarbendruck, je H 25,5 x B 32,2 cm, Museum für Ostasiatische Kunst Köln, © RBA

China | Buddhistischer Wächterkönig

Buddhistischer Wächterkönig (Lokapāla), China, Späte Tang-Dynastie (618–907), 9. bis 10. Jahrhundert, Skulptur, Marmor mit Resten der Fassung, Höhe: 122 cm, Museum für Ostasiatische Kunst Köln, © RBA

Japan | Buddhistische Holzskulptur

Buddhistische Holzskulptur eines Jizo Bosatsu, Koen (1207–1275), datiert 1249, H: 76,6 cm, Holz mit Resten farbiger Fassung, Museum für Ostasiatische Kunst Köln, @ RBA

Japan | Hängerolle

Eingang des Buddha ins Vollkommene Nirvana. Hängerolle, Tusche und Farben auf Seide, 223 x 175 cm, Japan, Nanbokucho-Periode, datiert 1392, Museum für Ostasiatische Kunst, @ RBA

Japan | Gion-Stellschirm

Gion-Fest, Japan, Edo-Zeit, späte Kan'ei-Ära (1624–1644), Stellschirm, Farben und Blattgold auf Papier, 158,5 x 170 cm (T: 3 cm), Museum für Ostasiatische Kunst Köln, © RBA

Korea | Schulterflasche

Schulterflasche mit Lotosdekor vom Typ Maebyeong, Korea, Goryeo-Periode (935–1392), 1. Hälfte 12. Jahrhundert, Keramik, Hellgraues Steinzeug mit eingeschnittenem Dekor aus Lotosblütenzweigen und Ruyi-Wolkenkopfmustern und feiner blaugrüner Seladon-Glasur, Höhe: 41 cm, Museum für Ostasiatische Kunst Köln, © RBA

Korea | Wasser- und Mond-Gwaneum

Wasser- und Mond-Gwaneum (Avalokiteśvara), Korea, Goryeo-Periode (935–1392), 14. Jahrhundert, Hängerolle, Tusche, Farben und Gold auf Seide, H 98 x B 55 cm, Museum für Ostasiatische Kunst Köln, © RBA

Sammlung Online

In unserer Bilddatenbank ist der Bestand des Museums online zugänglich und recherchierbar. Ein Großteil der ostasiatischen Sammlungsobjekte ist dort mit Objektbeschreibung und digitalen oder analogen Fotos erfasst.

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Öffnungszeiten

Dienstag bis Sonntag
11–17 Uhr
1. Donnerstag im Monat
11-22 Uhr
Montag geschlossen
Von Weiberfastnacht bis Karnevalsdienstag geschlossen
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Eintrittspreise

Ständige Sammlung, Teilöffnung:
€ 3,50 / ermäßigt € 2
Freier Eintritt in die Ständige Sammlung  für Kölner Kinder bis 18 Jahre, alle Schülerinnen und Schüler (inkl. 2 Begleitpersonen je Schulklasse), KölnPass-Inhaberinnen und -Inhaber, Geburtstagskinder mit Wohnsitz Köln am Tag ihres Geburtstages.
KölnTag am 1. Donnerstag im Monat (ausgenommen Feiertage): Freier Eintritt für alle Kölnerinnen und Kölner.
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Anfahrt

Öffentliche Verkehrsmittel: Straßenbahn Linien 1 und 7 sowie Bus Linie 142 bis Haltestelle „Universitätsstraße“
Parkplatz am Museum
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Barrierefreiheit

Das Museum ist Barrierefrei. Behindertentoilette vorhanden.
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Museum für
Ostasiatische Kunst Köln
Universitätsstraße 100
50674 Köln
Kasse 0221.221-28617
mok@museenkoeln.de
Impressum

Ein Museum der