Die Kölner Akademie spielt im
MOK auf Foto: Wolfgang Burat

Orchesterkonzert um 20 und um 22:30 Uhr

Musik aus Beijing und Köln

Klassische chinesische und westliche Instrumente in Harmonie. Die Kölner Akademie spielt zeitgenössische Kompositionen von Georg Kröll, Joachim Herbold, Xiaogang Ye und Xiaoyong Chen in den freien Ausstellungsräumen unseres Museums.

Das Besondere an den Werken der in diesem Programm aufgeführten chinesischen Komponisten ist ihre Verwendung einer Mischung von klassischen chinesischen (Zheng, Erhu, Di, Pipa) und westlichen Instrumenten (Bläser, Streicher und Schlagzeug). Sie produzieren zeitgenössische Vertonungen alter chinesischer Texte oder verwenden alte chinesische Instrumente für ihre zeitgenössischen Kompositionen.

Georg Kröll, 1934*
Felix namque es (eine Tallis-Transkription)
für Kammerensemble
                
Xiaogang Ye, 1955*   
Frühling im Wald
für Solo Gu-Zheng
                                        
Xiaoyong Chen, 1955*
Qian & Yang 
für vier chinesische Instrumente (Zheng, Erhu, Di, Pipa) und vier westliche Instrumente (Violine, Cello, Akkordeon und Klarinette)

Joachim Herbold, 1951*
Quattro momenti musicali
für Kammerorchester

Biografien der Komponisten


Xiaoyong Chen 
Xiaoyong Chen studierte Komposition am Zentralen Musikkonservatorium in Beijing und wechselte 1985 nach Hamburg, um ein Aufbaustudium bei György Ligeti an der dortigen Musikhochschule zu absolvieren. Er ist als Gastprofessor unter anderem in Taiwan, Hong Kong und China aktiv. Seit 1987 ist er als Lehrbeauftragter am Asien-Afrika-Institut der Universität Hamburg tätig. Im Oktober 2010 erhielt Chen eine Gastprofessur für die Bereiche Neue Musik, Komposition und Chinesische Musikkultur an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg. Chen ist fasziniert von der Entstehung und Entwicklung des einzelnen Tones. Seine Werke haben als Ausgangspunkt oft ein vermeintlich einfaches Klangereignis, das von kompositorischer Ausarbeitung noch unberührt scheint. Komponieren ist für Chen eine Kommunikation mit dem Klang, ein Aufspüren von dessen noch verborgenen Möglichkeiten. Daher besitzen seine Werke eine Offenheit, die den Eindruck erweckt, auch der Komponist sei sich a priori nicht darüber im Klaren, wohin ihn die Musik führt.


Xiaogang Ye
Xiaogang Ye gilt als einer der führenden zeitgenössischen Komponisten Chinas. Von 1978 bis 1983 studierte er Komposition am Zentralen Musikkonservatorium in Beijing. Nach seinem Studienabschluss wurde er 1983 zum "Composer in Residence" und zum Dozenten am Zentralen Musikkonservatorium ernannt. Ab 1987 hielt sich Xiaogang Ye zu weiteren Studien an der amerikanischen Eastman School of Music der University of Rochester auf. Zu seinen Lehrern zählten Minxin Du, Samuel Adler, Joseph Schwantner, Louis Andriessen und Alexander Goehr. Seit 1993 lebt Xiaogang Ye abwechselnd in Beijing und Exton/Pennsylvania. Er ist künstlerischer Leiter des Festivals "Beijing Modern".
Xiaogang Yes kompositorische Arbeit umfasst sinfonische Werke, Kammermusik für verschiedene Besetzungen sowie Bühnen- und Filmmusiken. Er erhielt zahlreiche Auszeichnungen und Preise.


Georg Kröll
Georg Kröll wurde in Linz am Rhein geboren. Er studierte an der Kölner Musikhochschule Klavier bei Else Schmitz-Gohr und Komposition bei Frank Martin und Bernd Alois Zimmermann. Zwischen 1960 und 1964 nahm er mehrmals an den Internationalen Ferienkursen in Darmstadt und an den Internationalen Musikwochen der Gaudeamus-Stiftung in Bilthoven teil. In diese Zeit fällt auch der Beginn seiner pianistischen Tätigkeit als Interpret Neuer Musik, als Kammermusiker und Liedbegleiter. Er erhielt 1962 den Förderpreis der Stadt Köln und war 1969/70 Stipendiat der Villa Massimo in Rom. Seit 1970 lebt er in Köln, wo er von 1969 bis 1972 Mitglied der Komponistenvereinigung Gruppe 8 war und bis 1997 Komposition und Musiktheorie an der Rheinischen Musikschule lehrte.


Joachim Herbold
Joachim Herbold wurde in Zell an der Mosel geboren. Nach dem Abitur folgte ein Studi-um der Hauptfächer Klavier und Musiktheorie bei Roland Löbner sowie Komposition bei Jörg Baur an den Musikhochschulen Düsseldorf und Köln. 1972 nahm Herbold als Stipendiat an den Internationalen Ferienkursen für Neue Musik in Darmstadt teil und besuchte Kompositionskurse bei György Ligeti und Karlheinz Stockhausen. Neben seiner kompositorischen Arbeit lehrt er seit 1980 an der Musikhochschule Köln.
Herbolds Arbeit umfasst nahezu das gesamte Spektrum vom Soloinstrument bis zu ver-schiedenen sinfonischen Besetzungen. Sein Verhältnis zur Musik ist wie selbstverständlich von der Überzeugung geprägt, dass Töne ein natürliches Beziehungsnetz unterhalten. Sich auf dieses Beziehungsnetz einzulassen und es bis an seine Grenzen zu nutzen, zeichnet Herbolds Musik in unverwechselbarer Weise aus. Trotz ihrer Komplexität und Differenziertheit  wirken seine Kompositionen nicht intellektualisierend, sondern ermöglichen dem Zuhörer einen unverstellten emotionalen Zugang. Der unverhohlene Blick auf elementare Zustände menschlicher Empfindung wird freigegeben und durch die eindringliche Art der Darstellung sensibilisiert.

Das Konzert wird dank der Unterstützung durch den Fördererkreis des Museums für Ostasiatische Kunst, der Peter und Irene Ludwig Stiftung sowie zahlreichen privaten Stiftern und Gönnern ermöglicht.

Öffnungszeiten

Dienstag bis Sonntag
11–17 Uhr
1. Donnerstag im Monat
11-22 Uhr
Vom 13. bis 17. November 2017 ist das Museum wegen Ausstellungsaufbau geschlossen.

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Eintrittspreise

Ständige Sammlung, Teilöffnung:
€ 3,50 / ermäßigt € 2
Freier Eintritt in die Ständige Sammlung  für Kölner Kinder bis 18 Jahre, alle Schülerinnen und Schüler (inkl. 2 Begleitpersonen je Schulklasse), KölnPass-Inhaberinnen und -Inhaber, Geburtstagskinder mit Wohnsitz Köln am Tag ihres Geburtstages.
KölnTag am 1. Donnerstag im Monat (ausgenommen Feiertage): Freier Eintritt für alle Kölnerinnen und Kölner.
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Anfahrt

Öffentliche Verkehrsmittel: Straßenbahn Linien 1 und 7 sowie Bus Linie 142 bis Haltestelle „Universitätsstraße“
Parkplatz am Museum
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Barrierefreiheit

Das Museum ist Barrierefrei. Behindertentoilette vorhanden.
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Museum für
Ostasiatische Kunst Köln
Universitätsstraße 100
50674 Köln
Kasse 0221.221-28617
mok@museenkoeln.de
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